Entwicklung

Gleich nach der Gründung führt PARADOX zunächst Ausstellungen in der Hotelkette „Blattl´s“ in München, Berlin und Frankfurt durch. Alle Flure in sämtlichen Stockwerken werden mit Bildern bestückt, vierteljährlich findet in jedem Hotel eine Vernissage statt, die jeweils einen wechselnden Kreis von Künstlern besonders vorstellt. Schon damals bietet PARADOX zu den Eröffnungen verschiedene Rahmenprogramme an. Nähere Details finden sich in der Chronik, im Moment noch auf der alten Webseite.

 

 

1998 startet das erste große Kunstfestival unter dem Motto „Kunst ist eine Insel“ auf der Nordsee-Insel Helgoland mit einem umfangreichen Programm bildender wie darstellender Künstler in Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Aus dem Konzept: die Künstler der internationalen Künstlergruppe PARADOX verwandeln Helgoland unter dem Motto „Kunst ist eine Insel“ in eine lebendige Galerie. Ausstellungen an den verschiedensten Orten im Innen- wie Außenbereich auf der gesamten Insel machen den roten Felsen zu einem Gesamtkunstwerk, das der Besucher sich im wahrsten Sinne des Wortes erwandern kann. Bildende Künstler mit Gemälden, Grafiken, Holzstichen, Collagen, Lithografien, Radierungen, Fotoarbeiten, Keramiken, Skulpturen, Installationen, kinetischen Objekten, Mal-Kreativ-Bildhauerkursen und vielen weiteren schöpferischen Ideen schaffen in Verbindung mit darstellenden Künstlern mit Musik, Performance, Tanz, Lesung und anderen besonderen Auftritten ein einzigartig kulturelles Erlebnis, das in dieser homogenen Form nur auf der Insel Helgoland geboten werden kann. „Kunst ist eine Insel“ steht hier auf dem begrenzten Raum der trutzigen Insel in den Weiten des rauen Meeres als Symbol für die grenzenlose Erfahrung der Kunst, die wie ein Fels in der Brandung des Lebens steht. Vermittlung zeitgenössischer Kunst aus den verschiedensten Genres als Kulturaustausch direkt zum Menschen auf der Insel, den Helgoländern ebenso wie den zahlreichen Feriengästen, denen interessante und vielfältige Veranstaltungen geboten werden. Reflektion eines weiten Spektrums verschiedener, kreativ individueller Strömungen und Möglichkeiten aktueller bildender wie darstellender Kunst, innerhalb derer die verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten zwar im Einzelnen für sich stehen, sich aber im Gesamtkonzept verbinden. Angebot von Mal- und Kreativworkshops innerhalb derer Insulaner und Gäste aktiv an dem Geschehen teilnehmen können. Dauer insgesamt: zwei Monate.

Ebenfalls 1998 wird die Galerie in der Hummerbude PARADOX (Tiinerbuud 33) am malerischen Binnenhafen von Helgoland eröffnet. Bis heute stellen hier ständig Künstler aus, arbeiten vor Ort, bieten Kurse an und bereichern jede Saison mit ihren Aufenthalten die Kultur auf der Insel für die Insulaner und ihre Gäste.

In den folgenden Jahren zeigt sich PARADOX an verschiedenen Ausstellungsorten, wie dem „Congress Center Marburg“, der „Insoft AG Marburg“, dem Bistro-Café PARADOX in Garmisch-Patenkirchen oder mit der Kunstaktion „Mitten im Land“ in Osterode. Auch dies kann ausführlich in der Chronik angeschaut werden.

 

Ausstellung InoSoft AG, Edgar Linner, Marburg 2000 Ausstellung Garmisch-Partenkirchen, Eingang, 2001

Ausstellung "Mitten im Land", Osterode 2002, Gruppenfoto Ausstellung Congress Center Marburg, Didillon, 2004

Das Kunstfestival „Kunst ist eine Insel“ veranstaltet PARADOX in eigener Regie nochmals in den Jahren 2001, 2004 und 2006. Zu den beiden letzten Veranstaltungen gibt es Videos auf youtube, einfach Jahreszahlen anklicken. Leider können dort nur Beiträge bis maximal 15 Min. eingestellt werden, deshalb sind die längeren Filme in mehreren Teilen angelegt, also nach dem Schauen die folgenden Sequenzen über den rechten Button <Videos> oberhalb des Filmfenster oder in der unteren Leiste bitte einfach raussuchen. Eine ausführliche Auflistung einiger Filme zum Kunstfestival sowie zu anderen Veranstaltungen der Künstlergruppe findet man aber auch direkt hier auf der Webseite der Nordsee-Insel Helgoland.
 
In den Jahren 2004 und 2006 übernimmt der Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst-Dieter Rossmann die Schirmherrschaft für das Kunstfestival und spricht auch zur Eröffnung.
 
Ansprache von MdB Dr. Ernst-Dieter Rossmann in der Konzertmuschel an der Landungsbrücke zur Eröffnung des Kunstfestivals "Kunst ist eine Insel" 2006
 
Am nächsten Tag nimmt er sich viel Zeit und geht mit den Künstlern über die gesamte Insel, um sich die umfangreiche Austellung ausführlich anzuschauen und mit den Künstlern über ihre Arbeiten zu sprechen. Hier stellt er sich für ein Foto in die Muschelskulptur von Pierre-Paul Maillé aus Berlin.
 
Im Jahr 2004 besucht die Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, Heide Simonis, zusammen mit MdB Dr. Ernst-Dieter Rossmann und der Landtagsabgeordneten von Schleswig-Holstein, Roswitha Müller Wiebusch in Begleitung von Bürgermeister Frank Botter das Kunstfestival auf Helgoland. Zunächst gibt es mit den Künstlern einen Sektempfang in der Galerie der Hummerbude PARADOX, danach besuchen alle zusammen einige Highlights der Ausstellung.
 
Sektempfang der Künstlergruppe PARADOX mit Heide Simonis (Mitte) in der Galerie der Hummerbude 2004
 
Im Jahr 2006 besucht der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen, die Nordsee-Insel Helgoland und wird von Künstlern der Künstlergruppe PARADOX im Südhafen begrüßt. Die chinesische Künstlern Gu Yingzhi überreicht ihm eine ihrer großen Kalligraphien als Geschenk, auf der sie historische chinesische Zeichen für Freundschaft und Völkerverständigung vereinigt hat. Peter-Harry Carstensen zeigt sich sehr erfreut und tauscht mit Gu Yingzhi einige Gedanken zu den deutsch-chinesischen Beziehungen aus, die von dem Künstler Christophe J.P. Didillon übersetzt werden.
Pressefoto mit Kalligraphie - von links: Gu Yingzhi, Peter Harry Carstensen, B.J. Antony
 
Mit Wechsel in der Leitung der Kurverwaltung Helgoland scheitert das umfangreiche und populäre Unternehmen an erheblichen Differenzen mit dem neuen Kurdirektor (heute bezeichnet als: Tourismusdirektor). Die Künstlergruppe PARADOX beerdigt daraufhin das Kunstfestival in einer offiziellen Traueranzeige im Monatsmagazin "der helgoländer" und einem Pressetext zum Hintergrund der Unstimmigkeiten, die nicht nur im "Hamburger Abendblatt" (Archiv) veröffentlicht werden. Hier noch ein Artikel im "helgoländer" im Juni 2009.
 
 

 

Inzwischen pflegt die internationale Künstlergruppe PARADOX einen regen Kulturaustausch mit chinesischen Künstlern. Gruppenausstellungen im deutschen Raum werden immer auch mit chinesischen Kunstwerken bestückt; Kunstwerke europäischer Künstler in ständig wechselnden Ausstellungen in China gezeigt.

Auf diese Weise verbindet PARADOX die einander fremden Kulturen, bringt die unterschiedlichen Sichtweisen östlicher wie westlicher Kunst den Menschen in beiden Ländern nahe und spannt Brücken der Verständigung zwischen den verschiedenartigen Welten und Mentalitäten.

Der erste Kontakt zu China entsteht bereits im Jahre 1998 durch die chinesische Künstlerin Gu Yingzhi, die im Internet auf die Werke B.J. Antonys aufmerksam wird und ihm eine Ausstellung in China anbietet. Er stellt ihr zunächst die umfangreiche Künstlergruppe PARADOX vor. Kurz formuliert: es entsteht eine intensive Freundschaft, die bis heute die Basis legt für viele gemeinsame Ausstellungsprojekte in China und Deutschland.

Die Künstlerin Gu Yingzhi, die in Tianjin unweit von Beijing lebt, genießt in ihrem Heimatland China besonderen Respekt. Ihre zunehmend abstrakten Kalligraphien sind berühmt und ihre einfühlsamen Katzenbilder bringen ihr den Ehrennamen „Queen of the cats“ ein. Sie ist u. a. Präsidentin des Huacui Forschungsinstituts für Kunst und Kalligraphie in Tianjin und Vizepräsidentin des Verbandes für chinesische Kalligraphie.

Im Mai 2002 reisen schließlich 8 Künstler der Künstlergruppe PARADOX zum ersten Mal ins Reich der Mitte, um dort im Bonsai-Garten des Wasserparks der Industriemetropole Tianjin 120 „Beispiele zeitgenössischer deutscher Kunst“ auszustellen. Diese Ausstellung wird in drei Wochen von 28.000 Gästen besucht und in Zeitungen, Funk und Fernsehen lebhaft diskutiert.

Weitere Ausstellungen folgen bereits im gleichen Jahr: Zunächst im Juli 2002 im Lan Shui Jia Qi in Tianjin und im Oktober 2002 innerhalb der renommierten „3. Great Wall International Exhibition“ an der Chinesischen Mauer in Xixian. Seit 2003 sorgt Gu Yingzi als „Art Director PARADOX in China“ für die regelmäßige Präsenz der Künstlergruppe. Davon zeugen Ausstellungen wie die in der Galerie von Lang Hong Yuan in Dalian (2003), im Shandong Provincial Museum der Provinzhauptstadt Jinan (2004), im Steingarten von Tianjin (2005), die ständige Galerie PARADOX in der „Royal Minor Villa“ in Tianjin (seit 2006), die „German Abstract Painting Exhibition“ in der BXMY Galerie von Tianjin (2006), seit 2007 die andauernde Zusammenarbeit mit dem „Tianjin Western Art Museum“, in dessen Räumen seitdem jährlich Ausstellungen mit wechselnden Bildern als „PARADOX special“ angeboten werden. Ab Ende 2009 sind einige der deutschen Künstler im exklusiven „Naga Club“ in Beijing vertreten. Im Mai 2010 wird nicht nur eine umfangreiche Ausstellung zusammen mit chinesischen Künstlern im Kultur- und Jugendzentrum von Hexi unter der Schirmherrschaft des Bezirksgouverneurs von Hexi eröffnet, im Anschluss daran wird ein gegenseitiges Protokoll über ein Kulturabkommen zwischen chinesischer und deutscher Seite mit Unterschrift und Stempel feierlich besiegelt. Verantwortlich dafür zeichnen als Ehrenvorsitzender der Künstlervereinigung Hexi, Liu Gousheng, die Generalsekretärin vom Hexi Literatur und Kunstverband, Meng Hua, der Vorsitzende vom Künstlerverband Tianjin, Liu Jianxiang, der Generalsekretär der Künstlervereinigung im Distrikt Hexi, Zheng Aimin, die Präsidentin des Huacui Forschungsinstituts für Kunst und Kalligraphie in Tianjin, Gu Yingzhi, sowie als Kurator der Künstlergruppe PARADOX, B.J. Antony. Im Wesentlichen wird in dem Kulturabkommen eine gegenseitige Förderung und Unterstützung der künstlerischen Arbeit schriftlich fixiert, wozu besonders die Durchführung von gemeinsamen Ausstellungen in beiden Ländern gehört, aber auch die künstlerischen Theorien aus den verschiedenen Kulturkreisen ausgetauscht werden sollen.

In Deutschland organisiert B.J. Antony mit der Künstlergruppe PARADOX seit Jahren Ausstellungen mit chinesischen Künstlern: einzeln und als Gruppe in verschiedenen Städten, innerhalb der ständigen Ausstellung in der Galerie PARADOX auf Helgoland und bei den PARADOX-Kunstfestivals. Dem Kulturaustausch im Besonderen ist das Projekt „Der Drache des Ostens und Westens“ gewidmet, das als Wanderausstellung seit 2004 durch Deutschland reist. Hier stellen europäische und chinesische Künstler ihre kulturelle Verschiedenheit am Symbol des Drachens dar. Das Projekt zieht seine verbindende Kraft aus der Spannung zwischen dem Drachen des östlichen Kulturkreises als Glücksbringer und Wohltäter und dem Drachen des westlichen Kulturkreises als Sinnbild des Bösen und der dunklen Macht und weckt mit seiner kreativen Vielfalt das Interesse, sich auf eine Reflektion der unterschiedlichen Kulturen einzulassen. Zuletzt war diese Ausstellung von August bis September 2010 im Chinesischen Kulturzentrum Berlin zu sehen.

Die Ausstellung "Der Drache des Osten & Westen" in Osterode 2005 kann als Video über youtube in zwei Teilen angeschaut werden. Einfach anklicken: Part 1 und Part 2

Als Kurator der Künstlergruppe PARADOX besucht B.J. Antony seit 2002 China bereits achtmal, die nächste Visite ist im September 2013 geplant. Er eröffnet dort nicht nur einige Ausstellungen, sondern reist mit Gu Yingzhi und ihren Freunden durch südliche wie nördliche Provinzen, wobei er viel über dieses wunderbare Land und seine Menschen lernt. Dieses Wissen möchte er vermitteln, nicht nur in Ausstellungen, sondern auch in den Filmen, die er über China macht oder mit seinen öffentlichen Vorträgen und Büchern. Der deutsch-chinesische Kulturaustausch bedeutet ihm Verständnis zwischen den verschiedenen Mentalitäten zu schaffen, um einen Grundstein zu legen für eine Freundschaft, die, wie es in China so schön heißt, „10.000 Jahre halten möge“.

Der Film über den Kulturaustausch in China kann über youtube erreicht werden, musste aber wieder aufgeteilt werden. Einfach anklicken: Part 1 - Part 2 - Part 3 - Part 4 -

Ständig sind in beiden Ländern Ausstellungsprojekte in Vorbereitung. In China hat B.J. Antony zum 10-jährigen Jubiläumsjahr des deutsch-chinesischen Kulturaustausches im Mai 2012 zusammen mit Gu Yingzhi und den deutschen Künstlern Christine Geweke (Hamburg) und Manfred Schaller (Nürnberg) eine Ausstellung mit Bildern von 12 Künstlern der Künstlergruppe PARADOX in der „Ling Long Ge Galerie“ im italienischen Viertel von Tianjin eröffnet. Von September bis November 2012 beteiligen sich die Künstler von PARADOX an dem „Binhai Art Festival“ im neuen Stadtviertel von Tianjin mit über 80 Werken. Eine weitere Jubiläumsausstellung wird für Oktober 2012 in der „Tanggu Exhibition Hall“ in Xingang, dem neuen Hafenbezirk von Tianjin, eröffnet. Hier werden Arbeiten von allen 22 derzeitig in China vertretenen Künstlern der Künstlergruppe präsentiert. Die Kooperation mit der „Tanggu Exhibition Hall“ ist langfristig angelegt, in Zukunft sollen dort wechselnde Ausstellungen zusammen mit PARADOX und chinesischen Künstlern durchgeführt werden.

B.J. Antony & Gu Yingzhi in Tianjin 2012

In Deutschland im Februar 2013 Ausstellung zum Thema „Freundschaft“ mit chinesischen und deutschen Künstlern mit Unterstützung des Konfuzius Instituts Nürnberg-Erlangen, dem Amt für internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg und der Stiftung der Sparkasse Nürnberg. Im Jahre 2015 startet die Wanderausstellung "Sino German Art View", im deutsch-chinesischen Kulturaustausch. Künstler aus beiden Ländern zeigen ohne vorgegebenes Thema ihre aktuellen Arbeiten.

 

Mehr? - Alle weiteren Entwicklungen können ausführlich in Wort und Bild überall auf der Webseite von PARADOX verfolgt werden...

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Direkter Link auf die Webseite von Gu Yingzhi

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