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ERÖFFNUNG Samstag 24. August 2002
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Vor der offiziellen Eröffnung der Ausstellung stand zunächst noch ein Pressetermin: Gruppenfoto mit allen anwesenden Künstlern auf dem Rasenvorplatz unterhalb der Installation von Edgar Linner.
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ENDLICH (!) alle beisammen (wenn man davon absieht, dass Roger Trash fehlt, aber einer muss ja immer...) Von links stehend: Inge Scholz-Stephan, hansartig, Charlotte Forster, Barbara Roepke, Gitta
Witzke, Reinhard Geßler, Detlef Hänsel, Edgar Linner, Hans-Gerd Doneck, Christine Geweke, Hugo Seegatz, Brigitte Schmitz, Heidrun Bassey (Vertreterin der KVHS), Petra Bockel, Ekkehard Stoevesand, Gerlinde Menzel
(Vertreterin des Landkreises Osterode). Von links in der Hocke: Claudia Zinserling, Dora Michel, B.J. Antony, Gennadij Gorbatyi.
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Als Gründer und - wie verschiedene Künstler immer so schön sagen - Häuptling der der Künstlergruppe hieß B.J. Antony zunächst alle Anwesenden auch im Namen der Künstler von PARADOX herzlich willkommen.
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Ausdrücklich dankte Antony auch den Sponsoren und Förderen namentlich für die Unterstützung des Projekts, ehe er allen Besuchern riet, die Gelegenheit wahr zu nehmen, dass soviele Künstler anwesend seien und mit
ihnen ausführlich über ihre Werke zu reden. Nachdem er die Ausstellung für eröffnet erklärt hatte, war es ihm eine Freude, den ersten Auftritt an zu sagen:
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DORA MICHEL UND CLAUDIA ZINSERLING
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Mit ihren selbst arrangierten Stücken aus Blues, Gospel und Popballaden zogen sie das Publikum von Anfang an in ihren Bann. Die voluminöse und ausdrucksstarke Stimme von Dora Michel in Begleitung des
virtuosen Klavierspiels ihrer Partnerin Claudia Zinserling löste spontane Begeisterung aus. Musikgenuss pur - und in ihrer natürlichen, charmanten Art als Entertainerin riss Dora Michel ihre Zuhörer
sofort mit.
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REINHARD GEßLER als GEßLER von der GOSE
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ging mit Frack und Zylinder passender Weise in die Bütt: als Wortakrobat war er ganz harmlos angekündigt, einer, der dreißig Mal das gleiche Wort in einem Satz von wenigen Zeilen unterbringt. Doch
seine originellen und verschachtelten Sätze und Ideen trafen nicht nur ins Hirn, sondern auch mitten ins Zwerchfell. Das Forum brodelte vor Lachen, während er trocken und ungerührt seine skurillen
Einfälle geradezu ins Publikum schoss. Man muss seinen Vortrag leibhaftig erleben, um das nach vollziehen zu können, aber trotzdem an dieser Stelle eine kleine Kostprobe:
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"Luft-igeß Als das Luftschiff bei der Luftschau endlich in der Luft war, stürmte der luftkranke Luftpirat mit vorgehaltener Luftpistole durch die Luft
schiffgondel zum Luftschiffkapitän und drohte, die Luft aus den Luftkammern des Luftschiffes zu lassen und das ganze Luftschiff dann in die Luft zu sprengen, worauf der
Luftschiffkapitän, dem zunächst die Luft weg blieb, tief Luft holte und den Luftpiraten mit seiner Luftpistole wie Luft behandelte, ja, ihm sogar androhte, ihn in luft
iger Höhe an die Luft zu setzen, was den Luftpiraten bewog, die Luftpistole fallen zu lassen und sich quasi in Luft aufzulösen, so dass die Luftwaffe, welche die Luft
hoheit über dem Luftraum hatte, in dem sich das Luftschiff mit dem Luftpiraten befand, den Luftzwischenfall gar nicht bemerkte."
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Die anschließende Pause war als Gelegenheit für die Besucher gedacht, sich die Kunstwerke im Forum an zu schauen und mit den Künstler darüber zu reden, was auch ausgiebig getan wurde.
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Danach kam Geßler von der Gose zu seinem zweiten Intermezzo auf die Bühne. Statt vieler Worte noch eine Kostprobe? Na gut:
"Das Ge-bein Arme haben Bein
e, aber nicht nur die Armen haben Beine, sondern beinahe alle Menschen sind Beininhaber, denn die Beine verbinden den Rumpf mit den Füßen und helfen dadurch enorm bein
Stehen, Gehen, Laufen, Springen und Klettern, weswegen der Gebeinbausatz "Mensch" neben zwei Füßen auch zwei Beine beinhaltet, so dass er auch Zweibein
er heißt, obwohl es bei der einen Hälfte der Gebeinbausätze beinahe so aussieht, als wenn zwischen dem linken Bein, dem hier mal als Spielbein definierten Bein, und dem rechten
Bein, demzufolge als Standbein zu bezeichnenden Bein, noch ein kleines, beinahe unscheinbares Beinchen angebracht ist, welches bei dem Versuch, bein
ahe so groß wie die beiden anderen Beine zu werden, kläglich scheitern muss, weil der Gebeinbausatz erstens nur zwei Füße beinhaltet und zweitens dieses Beinchen, wenngleich es bisweilen
beinhart wird, sich in die falsche Richtung reckt, was seiner Beliebtheit bei der rein zweibeinigen Ausführung des Gebeinsatzes jedoch beinahe nie schadet."
Na denn! Nochmal von vorn - - - ?
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Die gesamte Moderation an diesem Abend wurde von B.J. Antony gemacht, und nach Rücksprache mit den Künstlern fand er nun Zeit, dem Publikum eine Idee vorzustellen, die auf Initiative von Hans-Gerd Doneck gerade
erst entstanden war: verschiedene Künstler spenden Werke für eine Verlosung, die zur Abschlussveranstaltung von PARADOX in der KVHS am 7. September geplant wird. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf der Lose geht den
Opfern und Geschädigten aus der Flutkatastrophe in Deutschland zu, die in diesen Tagen Hilfe in jeder Form benötigen.
DORA MICHEL & CLAUDIA ZINSERLING stiegen danach nochmals mit ihren gefühlvollen
Liedern ein und brachten das Publikum nicht nur zu einer swingenden Einheit, sondern auch zu begeisterten "Zugabe!!!" Rufen, als sie die Bühne verlassen wollten. Natürlich legten sie noch drauf, aber auch
die schönste Sache geht einmal zu Ende.... und dann kam
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SHARIFA
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und verzauberte das Publikum im Nu: Rhythmus, Anmut, Dynamik, Seele, Esprit, Ausstrahlung, Sinnlichkeit des orientalischen Tanzes bringt die Künstlerin mit einer Leichtigkeit, die einen vergessen
macht, mit wie viel trainierter Körper- und Muskelbeherrschung diese scheinbare Leichtigkeit verbunden ist. Fasziniert ließen sich die Zuschauer für die Dauer ihres Auftritts in die Illusion einer
märchenhaften Welt entführen...
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... bis B.J. Antony sie mit seinem Schlusswort auf den Boden des Forums zurück brachte. Zum Ende der Bühnenshow dankte er namentlich allen beteiligten Künstlern, die nochmals mit verdientem und reichlich Applaus
bedacht wurden.
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War´s das?!? NOCH LANGE NICHT!!! Denn jetzt hieß es "Open End": feiern, reden und zusammen sein mit den Künstlern von PARADOX bis... ja... bis... bis keiner mehr da war und der letzte
das Licht ausmachte... !
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