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DIE KÜNSTLERGRUPPE PARADOX IN DER VR CHINA
Als Botschafter westlicher, zeitgenössischer Kunst stellt die Künstlergruppe PARADOX vom 10. bis 31. Mai 2002 mit einer Auswahl von 12
Künstlern im “Wasserpark” von Tianjin ihre Arbeiten vor. Innerhalb dieses außergewöhnlichen Projekts werden in China mehr als hundert Werke aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Grafik, Radierung, Holzschnitt,
Lithografie, Fotografie sowie eine Raum füllende Installation gezeigt. Beteiligt sind die Künstler B.J. Antony (Lohra), Hans-Gerd Doneck (Trier), Gennadij Gorbatyi (Bad Soden/Saalmünster), Barbara Lorenz-Höfer
(Buxtehude), Pierre-Paul Maillé (Berlin), Eckehard Post (Duderstadt), Manfred Schaller (Nürnberg), Inge Scholz-Stephan (Breuberg), Hugo Seegatz (z. Zt. Tianjin), Ekkehard Stoevesand (Berlin), Lilo Tadday (Helgoland)
und Gitta Witzke (Gelsenkirchen). Ziel dieser Ausstellung ist, wie schon im Untertitel der Künstlergruppe PARADOX durch “Art Exchange” ausgedrückt, der Kulturaustausch, wobei aufgezeigt werden soll, wie
verschiedenartig die Ausdrucksweisen und Möglichkeiten von Kunst in Deutschland sind. Besonders außergewöhnlich wirkt dies Unternehmen aber nicht nur, weil es in China unüblich ist, unterschiedliche Kunstrichtungen
zusammen zu fassen, sondern auch, weil es in Eigeninitiative der Künstler entstand und keine staatlichen Stellen, weder aus Deutschland noch aus China, beteiligt sind. Dies macht deutlich, wie aufgeschlossen sich
die Volksrepublik inzwischen neuen Entwicklungen gegenüber zeigt.
Tianjin mit seinen über 9,5 Millionen Einwohnern, oft auch als “Hafen Pekings” bezeichnet, liegt ca. 120 km vor den Toren der
Hauptstadt nahe der Küste. Eine moderne Industriestadt im Umbruch, in der viele internationale und auch deutsche Firmen ihren Sitz haben. Innerhalb des Zentrums konnte für die Künstlergruppe PARADOX ein ganz
besonderer Ausstellungsort gefunden werden: der für sich abgeschlossene Bonsai-Garten im so genannten “Wasserpark”, ein eigens 1950 angelegtes Freizeitgelände mit vielen Attraktionen und drei großen, künstlich
angelegten Seen. Drei im alten chinesischen Stil errichtete Gebäude beherbergen die Ausstellung im reizvoll angelegten Bonsai Garten, der wegen der bis zu 400 Jahre alten Züchtungen, die dort unter freiem Himmel
gezeigt werden, Nachts von frei laufenden Hunden bewacht wird.
Erfreulich und unerwartet hoch ist die positive Resonanz, die die deutschen Künstler in China erfahren. Zur Vernissage erschienen
nicht nur zahlreiche deutsche Unternehmer und Manager, die in der “Kaufmannschaft” zusammen geschlossen sind, sondern ebenfalls zahlreiche chinesische Besucher aus der Wirtschaft, aber auch Universitätsprofessoren,
Kunsthistoriker, Studenten sowie verschiedene Vertreter von Presse und Fernsehen. Wie B.J. Antony als Leiter der Künstlergruppe PARADOX in seiner Ansprache zur Vernissage, die simultan von einer chinesischen
Dolmetscherin übersetzt wurde, betonte, sei es “eine große Ehre mit unserer Kunst hier in Ihrem Land zu sein und diesen Kulturaustausch zwischen Deutschland und China zu verwirklichen.” Sein besonderer Dank galt
aber auch den acht anwesenden Künstlern für ihren idealistischen Einsatz, der nicht nur darin bestand, die insgesamt 30 Stunden währende Anreise auf sich zu nehmen, um diese Ausstellung möglich zu machen. In seiner
anschließenden Rede dankte Hugo Seegatz als Vertreter und Organisator von PARADOX in China ausdrücklich allen Förderern und Helfern vor Ort, denen von den Künstlern gestiftete Kunstwerke überreicht wurden. In
besonderem Maße hat Herr Augustin von der Lühe, Germa-tech (Tianjin) Ltd.(ein deutsches Beratungsunternehmen in Tianjin, Infos unter www.germa-tech.com) durch langjährige und weit reichende Verbindungen in der
Stadt, entscheidend zum Gelingen der Veranstaltung in diesem außerordentlichen Rahmen beitragen können.
Schon in den ersten Tagen kamen Tausende von Besuchern in den Bonsai-Garten, um die Ausstellung zu sehen. Regionale und landesweite
Medien in China berichten täglich über das Kunstereignis in Tianjin. Bereits ab dem 13. Mai wurde die Ausstellung im Internet innerhalb eines chinesischen Kulturfensters unter http://art.enorth.com.cn/ysxw/000328914.html dokumentiert. Eine öffentliche Aufmerksamkeit, von der die Künstler, die sich mit ihrem Projekt auf unbekanntes, fremdes Terrain eingelassen hatten, selbst überrascht sind.
Aus dieser überwältigenden Nachfrage heraus ist inzwischen geplant, die komplette Ausstellung für mindestens ein Jahr in China zu
belassen und sie noch in weiteren Städten wie u.a. Peking, Shanghai und Harbin zu zeigen. Erste Kontakte zu den entsprechenden Stellen sind bereits geknüpft. Um dieses auf lange Sicht angelegte Projekt zu
realisieren, werden stets noch weitere Sponsoren und Förderer willkommen geheißen, die sich in Deutschland über B.J. Antony an PARADOX wenden können.
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